Die Grippesaison 2023/2024 ist da und Experten gehen davon aus, dass sich je nach Stärke der Grippewelle 5 bis 20 Prozent der Bevölkerung mit dem Grippevirus anstecken können. Dies entspricht bis zu 16 Millionen Menschen. Es wird vermutet, dass die Immunität gegen die Grippe in dieser Saison niedriger sein könnte, da während der Corona-Maßnahmen keine starke Grippewelle aufgetreten ist oder nur in sehr abgeschwächter Form.

Vorherrschender Erreger

Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) wurden zuletzt Influenza A(H1N1)pdm09-Viren am häufigsten festgestellt. Dieser Subtyp trat erstmals 2009 als sogenannte Schweinegrippe auf und zirkuliert seitdem saisonal in Deutschland.

Betroffene Gruppen

Insbesondere Kinder im Schulalter und junge Erwachsene sind von diesem Subtyp betroffen. Es ist bekannt, dass in Grippewellen, in denen dieser Erreger dominiert, auch bei jüngeren Erwachsenen und Kindern sehr schwere Erkrankungen auftreten können, insbesondere wenn Grundkrankheiten vorhanden sind.

Allgemein tragen vor allem ältere Menschen das Risiko, schwer an einer Grippe zu erkranken oder zu sterben. Die Zahl der Todesfälle kann bei den einzelnen Grippewellen stark schwanken, von mehreren hundert bis über 25.000 in der Saison 2017/18.

Schutz

Die Grippeimpfung ist auch in dieser Saison die beste Möglichkeit, sich vor einem schweren Verlauf der Grippe zu schützen. Besonders empfohlen wird die Impfung für Personen über 60 Jahre, Menschen mit chronischen Vorerkrankungen wie Diabetes oder Asthma, Schwangere und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen

Die Grippeschutzimpfung ist besonders wichtig, um das Risiko einer starken Grippewelle zu verringern. Sie schützt nicht nur den Geimpften selbst, sondern auch andere vor einer Ansteckung. Die Impfung verringert das Risiko zu erkranken und mildert den Verlauf einer eventuellen Infektion.

Die Grippe ist eine ansteckende Erkrankung der Atemwege, die durch das Influenza-Virus verursacht wird. Die Viren werden durch Tröpfchen übertragen, etwa beim Niesen, Husten oder Sprechen. Eine Grippe äußert sich oft plötzlich und stark, und die Betroffenen fühlen sich innerhalb kürzester Zeit sehr krank und angeschlagen.

Es ist wichtig zu beachten, dass eine Grippe von einer normalen Erkältung oder einem grippalen Infekt zu unterscheiden ist. Während sich eine Erkältung schrittweise ankündigt, setzt die Grippe oft plötzlich und sehr stark ein. Die Symptome reichen von Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, trockenem Husten, verstopfter oder laufender Nase bis hin zu Appetitlosigkeit und starker Müdigkeit.

Die Grippe und ein grippaler Infekt (eine Erkältung) haben einige Unterscheidungsmerkmale

Beginn und Schweregrad

Grippe beginnt in der Regel plötzlich und heftig, während ein grippaler Infekt allmählich auftritt. Die Symptome der Grippe sind oft schwerwiegender als die eines grippalen Infekts.

Fieber

Fieber tritt bei der Grippe häufig auf und ist ein deutliches Anzeichen. Bei einem grippalen Infekt ist Fieber selten und wenn, dann in der Regel nicht so hoch.

Müdigkeit und Erschöpfung

Menschen mit Grippe fühlen sich oft extrem müde und erschöpft. Diese Symptome sind bei einem grippalen Infekt weniger ausgeprägt.

Kopf- und Gliederschmerzen

Grippe geht oft mit starken Kopf- und Gliederschmerzen einher, während diese bei einem grippalen Infekt milder sind.

Husten und Schnupfen

Ein grippaler Infekt kann mit einer verstopften oder laufenden Nase und einem leichten Husten einhergehen, während trockener Husten, der später produktiver wird, und eine verstopfte oder laufende Nase oft Symptome einer Grippe sind.

Ernsthafte Komplikationen

Grippe kann schwerwiegende Komplikationen wie Lungenentzündung oder bakterielle Infektionen verursachen, was bei einem grippalen Infekt seltener der Fall ist.

Warum ist eine Unterscheidung zwischen Influenza und einem grippalem Infekt wichtig?

Es ist wichtig, diese Unterschiede zu beachten, um im Falle von Grippe rechtzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Zur weiteren Abklärung von Symptomen sollte im Zweifelsfall ein Arzt oder eine Ärztin konsultiert werden.

Wenn Sie befürchten, dass Sie an einer Influenza erkrankt sind, gehen Sie so schnell wie möglich nach Hause, auch um eine Ansteckung anderer Personen zu vermeidenund besprechen Sie ggf. das weitere Vorgehen mit ihrem Arzt. In vielen Fällen ist Bettruhe und eine Behandlung der Symptome völlig ausreichend.

Eine wichtige Empfehlung des Robert Koch-Instituts (RKI) lautet, dass die Grippeschutzimpfung und die Impfung bzw. Auffrischungsimpfung gegen COVID-19 kombiniert werden können. Beide Impfungen können gleichzeitig verabreicht werden, allerdings in unterschiedliche Gliedmaßen.

Impfempfehlung

Das RKI empfiehlt allen, für die die Ständige Impfkommission (STIKO) die Grippeschutzimpfung empfiehlt, sich möglichst bald noch impfen zu lassen. Dies gilt insbesondere für Personen ab 60 Jahren, Schwangere, chronisch Kranke, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Menschen mit erhöhtem beruflichen Risiko. Schwangere sollten ab der 14. Woche ebenfalls die Grippe-Impfung in Betracht ziehen.

Was tun wenn einen die Grippe doch erwischt hat?

  • Viel Wasser oder ungesüßten Tee trinken, das unterstützt den Körper bei der Selbstheilung
  • Gönnen Sie sich einige Tage (Bett)Ruhe. So kann ihr Körper seine ganze Energie in die Bekämpfung der Viren stecken
  • Zur Symptombehandlung werden die selben Produkte empfohlen wie bei einem grippalen Infekt

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